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Tauschgeschäfte – oder: Aus dem Alltag einer Schreiberin (2)

12. April 2007

Aus dem lustigen Erfahrungsschatz als Lohnschreiberin diesmal ein Beispiel, das glücklicherweise zunehmend seltener vorkommt:

Frau Schreibfaul: „Frau Bürkl, ich brauche … unbedingt… dringend …. einen Text… eigentlich würde ich den ja selbst schreiben… ich kann das schon… aber…. die Zeit… was kostet das, wenn Sie mir den Text bis morgen schreiben?“

a.bu: „Was soll ich konkret für Sie texten? Was soll der Inhalt des Textes sein?“

Frau Schreibfaul: „Ja, ähm, …. ich brauche einen Text… eventuell … die Presse einladen… ein neues Produkt… sensationell… was kostet eine Presseaussendung von Ihnen getextet? Und haben Sie auch Journalistenkontakte? Zu welchen Medien?“

a.bu: „Frau Schreibfaul, ich unterstütze Sie gern. Ich kann auch die gewünschten Kontakte zu welchen Medien auch immer herstellen. Zunächst empfehle ich Ihnen aber, ein schlüssiges PR-Konzept auszuarbeiten. Nur so erreichen diese Texte Ihre gewünschte Zielgruppe. Wissen Sie, wer das sein soll? Und was ist das Ziel Ihrer Presseaussendung? Wen möchten Sie erreichen? Wissen Sie, welche Medien Ihre Zielgruppe liest?“

Frau Schreibfaul:„Aber ich will doch nur… eine einzige Presseaussendung machen… „

a.bu:„Trotzdem, Frau Schreibfaul, soll Ihre PR doch Hand und Fuß haben, oder? Sonst erscheint dann doch nichts in den Medien… das wäre ärgerlich, meinen Sie nicht?“

Frau Schreibfaul:„Jaja, aber … äh…. was kostet das?“

a.bu:„Wenn Sie mir ein paar Informationen geben, erstelle ich Ihnen ein Angebot.“

Gesagt, getan. Ich empfehle die passende Vorgangsweise: Ich sammle Informationen, Planung wie angesprochen; Texterstellung mit Korrekturdurchgang. Dann kalkuliere ich die nötige Arbeitszeit für die PR-Konzeption, sagen wir 10 Stunden, multipliziere mit meinem Stundensatz, addiere den Seitenpreis – fertig.

Und dann – herrscht Stille.
Nach dem Angebot höre ich erst einmal nichts und dann auf Nachfragen:

Frau Schreibfaul: „Frau Bürkl, wie wäre es mit einem Tauschgeschäft? Ich biete Ihnen super … „

Was soll ich sagen?!
Blöd, dass mir nie jemand eine Gratis-Wohnung oder einen Jahreseinkauf Lebensmittel anbietet… dafür hätte ich sicher schon einen lebenslangen Bedarf an schamanischem Wissen erhalten können… und ich hab das ausgeschlagen. Sowas aber auch!

In Wirklichkeit sind meine Honorare lächerlich gering – verglichen mit dem, was Sie durch meine Unterstützung mehr verdienen werden! Schauen Sie sich um:

>> Texte & Tee – Redaktion

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