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Wie ein Buch entsteht

2. März 2011

„Wie entsteht denn so ein Buch?“ Diese Frage taucht immer wieder auf, wenn Menschen anfangen, sich mit dem Schreiben und Publizieren zu beschäftigen.

Wie entsteht also ein Buch? Dass es mit dem Erfinden und Zu-Ende-Schreiben nicht getan ist, mag logisch sein (wenn auch nicht allen).

Krimi, Krimi ... (c) Anni Bürkl, 2011

Krimi, Krimi ... (c) Anni Bürkl, 2011

Bei mir sieht die „Buchwerdung“ in etwa so aus:

-) Nach Beenden der Rohfassung: Liegen lassen und nach einiger Zeit wieder vornehmen. Überarbeiten. Bei mir folgt das in mehreren Durchgängen. Der erste betrifft alles, was mir auf den ersten Blick auffällt – vor allem aber die Logik der Handlung. Im zweiten Durchgang kümmere ich mich um offene Fragen, kläre restliche Recherchedetails. In einem dritten Durchgang geht es dann noch um den sprachlichen Feinschliff. Was jetzt entsteht, nenne ich die …

-) … Erstfassung. Sie darf dankenswerterweise zu meinen lieben TestleserInnen, die die Geschichte auf Herz und Nieren prüfen. Vielfach werden ähnliche Punkte in den Rückmeldungen angemerkt – aber immer hat jeder auch ein besonderes Augenmerk. Einmal kam zum Beispiel die Frage auf, wie meine Ermittlerin, die Teelady Berenike, zu ihrem Ermittlungsauftrag käme – wo sie doch weder Polizistin noch Detektivin ist.

-) Wieder lasse ich die Sache etwas rasten, danach geht es an die Überarbeitung.

 

Schreiben im Cafe (c) Anni Bürkl, 2011

Schreiben im Cafe (c) Anni Bürkl, 2011

 

-) Die vorläufige Endfassung – das kann nach einer oder mehreren Überarbeitungsdurchgängen erreicht sein – geht nun an den Verlag, ins Lektorat.

-) Zeitgleich oder rund um diese Zeit entstehen dort auch Dinge wie Cover, Pressetexte, Klappentexte (der Text auf der Buchrückseite und innen) sowie natürlich die Verlagsvorschauen, mit denen der Buchhandel von den Neuerscheinungen informiert wird.

-) Ebenfalls zeitgleich sollte man sich um Termine für Buchpremiere und weitere Lesungen kümmern, allenfalls um Leserunden und dergleichen.

-) Der Text kommt aus dem Lektorat zurück und wird wieder überarbeitet. Dieser Vorgang kann sich wiederholen.

-) Endgültige Abgabe – der Erleichterung folgt häufig Müdigkeit. Sinnvollerweise macht man jetzt ein wenig Pause. Aber oft klopfen schon neue Ideen an …

-) Bis man das fertige Buch in Händen hält, im Buchhandel entdeckt und daraus lesen kann, vergeht nochmal Zeit. Häufig sogar mehrere Monate. Dann aber darf auf den Tischen getanzt und gefeiert werden …

Fazit: Da steckt ganz schön viel Arbeit neben der Inspiration drin. Eine gute Planung ist das Um und Auf!

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