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Das seltsame Autorinnenleben

15. März 2011
Muse samt Inspirationsgetränk (c) Anni Bürkl, 2011

Muse samt Inspirationsgetränk (c) Anni Bürkl, 2011

So ein Leben als (Profi-)Autorin nimmt manches Mal schon seltsame Züge an. Momentan kommt mir grad alles sehr schräg vor. Während ich mich schreibend im 19. Jahrhundert befinde und von Kutschen, Miedern und Gehröcken sowie den gepflasterten oder nicht gepflasterten Straßen Wiens umgeben bin – fliegt Tausende Kilometer weit weg in Japan nach Erdbeben und Tsunami ein Atommeiler in die Luft … weiter könnten die Dinge meines Erachtens nicht auseinander klaffen.

Und in all dem üblichen Stress von Deadlines und dem Druck, alles in der Geschichte so gut man nur irgend kann zu formulieren, hält man inne und überlegt: Ist es den Preis wert? Macht es überhaupt noch Sinn, sich abzuhetzen – geht vielleicht morgen die Welt unter?

Ergänzung 1:

Was kann denn nun jede/r Einzeln/e tun?

  • Weniger Strom verbrauchen. Geräte ganz vom Strom nehmen statt Standby.
  • Weniger Dinge wegwerfen. Auf das neueste Handy/PC/…Spielzeug verzichten.
  • Mehr Geschichten erzählen statt Fernsehen.
  • Bücher leihen statt kaufen –> weniger Papierverbrauch.
  • Ökostrom statt „bei mir kommt der Strom aus der Steckdose, egal wie“. Anbieter: vgl. Wikipedia oder Greenpeace.
  • Biologische Lebensmittel, am besten vom lokalen Markt od. gleich vom Bauern.
  • Fairgehandelte Kleidung gibts zB. bei Grüne Erde – samt Fashion Outlet.

Ergänzung 2:

Worüber sich die Menschen sorgen machen – meine Kollegin Christa S. Lotz.

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4 Kommentare leave one →
  1. 15. März 2011 11:48

    Ich denke, dass es sehr wichtig ist, nicht nur trotzdem, sondern gerade weil die Welt so ist, wie sie sich gerade wieder in Japan zeigt, weiter zu schreiben. Es entsteht dadurch etwas, was die Menschen von dem was ist, ablenkt, ihnen einen kurzen Moment der Ablenkung. Wenn Autoren immer im Kopf hätten, dass morgen die Welt untergeht,wäre nie Literatur entstanden, denn Anlässe, Kriege, Katastrophen, gab es immer – leider.

  2. Solveig permalink
    16. März 2011 10:25

    Ich würde sogar noch weiter gehen als tboley. Erzählen, Literatur, Kunst,das erst macht das Leben wirklich lebenswert. Wenn wir alle Kreativität beenden, weil morgen die Welt untergehen könnte, wofür sollten wir dann noch leben? Warum noch zur Arbeit gehen? Warum noch die Blumen auf der Fensterbank gießen?

    Auch wenn es schwer fällt – und ich spüre es an mir selbst ganz deutlich – es muss etwas Anderes geben als nur die Angst. Es muss Gegenentwürfe, Visionen, Schönes geben, damit wir Mensch bleiben können. In diesem Sinne, sollten wir weiter schreiben, malen, erzählen usw. Es dauert länger, aber es ist umso wichtiger.

    Solveig

  3. Sonya permalink
    16. März 2011 13:28

    Auch wenn ich schwer dafür bin, dass Menschen sich Bücher leihen und in Büchereien gehen, kann ich mich als Autorin nicht dafür stark machen, dass weniger Bücher gekauft werden. Schließlich lebe ich davon. Es gibt viele Möglichkeiten Papier zu sparen (Tageszeitungen, Magazine, Werbung), aber Bücher haben, so sie nicht Ramschware sind, doch eine Lebensdauer… 🙂

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